Die drei von der Baustelle: Kapelle, Podium, Glockenturm

12.02.2016

Gleich zum Jahresanfang haben die Arbeiten an der Kapelle begonnen. Hinter dem hohen Bauzaun wurden zuerst das Erdreich und die Trittsteine aus dem Umgang zwischen Umfassungswand und dem eigentlichen Gebäude entfernt, um den Sockelbereich freizulegen. Im Laufe des Jahres werden die vielen Schäden an der umlaufenden Betonglaswand repariert - konstruktionsbedingt muss das alle fünfzehn Jahre geschehen. Die tragenden Stahlbauteile werden überarbeitet ebenso wie das Dach. Innen werden alle Holzflächen repariert und restauriert, der Fliesenboden desgleichen. Das Gebäude bekommt eine neue Lüftungs- und Heizungsanlage, modernes LED-Licht, Wärmeschutzverglasung, zwei WCs, eine Teeküche und manches mehr. Ganz zum Schluss erhält der Umgang eine Begrünung, die der Ursprungsidee des Architekten entspricht, jedoch mit leichter zu pflegenden Pflanzen und mit einem automatischen Bewässerungssystem. Ziel ist es, die Kapelle bis zum Jahresende und jedenfalls bis zum Kirchentag im Mai 2017 wieder in Bestzustand zu bringen.

Die Kosten für diese erste Grundsanierung, 53 Jahre nach der Einweihung, trägt die Wüstenrot Stiftung. Die schwäbische Stiftung hat auch die gründlichen Untersuchungen finanziert, um für die Beton-Glas-Elemente am Glockenturm das bestmögliche Sanierungskonzept zu ermitteln. Zahlreiche Betonabplatzungen über rostendem Bewehrungsstahl hatten schon vor Jahren die Aufstellung eines Baugerüsts zum Schutz der Passanten nötig gemacht. Die hier zu erwartenden Kosten werden ohne kräftige Hilfe staatlicher Fördermittelgeber nicht aufzubringen sein. Bis dahin bleibt das Baugerüst am Turm.

Im Frühjahr beginnt dann endlich auch die seit etlichen Jahren vorbereitete Grundsanierung des Podiums um die Kirchengebäude herum. Auch hier wurde lange untersucht und beraten, um zu einer nachhaltigen Lösung ohne Stolperstellen und Risse zu kommen. Natürlich sollen während der Bauzeit alle Kirchengebäude stets zugänglich sein. Darum werden die Arbeiten abschnittweise durchgeführt, eventuell mit Unterbrechung für die Dauer des Kirchentags. Noch ist der Eigenanteil von 250.000 € bei weitem nicht erreicht. Wer im Wortsinne "grundlegend" helfen möchte, kann dies durch eine Patenschaft für eine der neuen roten oder dunkelgrauen Keramikplatten tun, die dem Podium wieder sein ursprüngliches, lebhaftes Erscheinungsbild geben werden, oder sogar Pate, Patin für eine ganze Teilfläche werden. Nach dem Motto "Ich hab noch eine Platte in Berlin" eignet sich das auch als symbolisches Geburtstagsgeschenk. www.podiumpate.de

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